Wie erklärt man einen Abstieg?

Ich versuche das Gefühl dieser niederschmetternden und wirklich schwer zu verdauenden Niederlage in St. Pölten (der ich nicht selbst beiwohnen konnte) durch einige niedergeschriebene Worte zu verarbeiten. Warnung: ich hab wohl noch nie einen Text mit so vielen Konjunktiven geschrieben. Und der Grundtenor ist ebenfalls ziemlich schwarz, obwohl noch (nur mehr?) 11 Spiele zu absolvieren sind.

Elsneg wird von Ambichl am Elfernachschuss gehindert
Der zu früh in den Strafraum laufende Ambichl hindert die tragische Figur Dieter Elsneg am Elfernachschuss. (c) GEPA via Laola1

Wie kann man jemandem das Gefühl eines Abstiegs beschreiben, der dies noch nie erlebt hat (beispielsweise Rapid- und Austria-Anhänger sowie die jüngeren Salzburger und Blackies)?  Ich versuche es mit einer Annäherung: Man nehme ein verlorenes Cupfinale (hab ich schon erlebt), multipliziere es mit einer Klatsche in einem Derby und addiere noch eine Niederlage in der Nachspielzeit dazu (hat beides wohl schon jeder erlebt). Und dieses ungute, deprimierende, unsichtbar schleichende Gefühl verfolgt dich ein Jahr lang (oder noch länger, wenn der Direktaufstieg nicht sofort glückt, wie in unserem Fall damals).

Als die SV Ried in der Saison 2003 abgestiegen ist, konnte man dies bis zum letzten Spiel nicht wirklich erahnen oder damit rechnen. Durch den Punktepolster aus dem Herbst schien selbst die Negativserie aus dem Frühjahr nicht viel auszumachen. Selbst bei einer Heimniederlage am letzten Spieltag gegen die Admira hätte es ausgereicht, wenn der Tabellenletzte aus Bregenz nicht beim Meister aus Favoriten gewonnen hätte. Wie man aber weiß, kam es am Ende dann doch ganz anders.

Unmittelbar nach diesem Abstieg war das prädominante Gefühl (zumindest bei mir) ein Gefühl der Leere. Ich konnte nicht weinen, ich konnte nicht schreien, ich konnte nicht reden. Niemand wusste so wirklich, was gerade passiert war. Ein kleines Beispiel dafür, wie lange ich diesen Abstieg nicht realisieren konnte: als einen Monat nach dem Abstieg der Rahmenterminplan für die Bundesligasaison 2003/2004 veröffentlicht wurde, hab ich nach unserem ersten Spiel gesucht. Bis ich es dann endlich realisiert habe.

Ich schaue am Freitagabend gerne die Spiele aus der #skyGoEL – aber beim Gedanken daran, dass wir kommende Saison ein Bestandteil dieser Liga sein könnten – und Rapid sowie Sturm gegen Floridsdorf und Kapfenberg (nichts für ungut) austauschen müssen, wird mir schlecht. Zu sehr habe ich mich daran gewöhnt, dass meine Mannschaft ein Fixbestandteil der obersten österreichischen Spielklasse ist. Während 20 meiner 33 Lebensjahre (das sind 60%) agiert die SV Ried aus dem schönen Innviertel in der Bundesliga.

Ich habe viele andere Vereine kommen und gehen gesehen (Kärnten, nochmal Kärnten, Altach, Mattersburg, Kapfenberg, Wacker, LASK, Wiener Neustadt, Grödig, und und und) und daher schon vor Jahren gesagt, ich würde eine Garantie bzw. ein Dauerabo auf den 6. Platz sofort unterschreiben, auch wenn wir dafür nie wieder international vertreten sein würden. Damals wurde ich noch belächelt, derzeit sehe ich mich leider bestätigt.

Das pikante Detail an der heurigen Gesamtsituation ist, dass der Supergau eines Abstiegs diesmal mit dem fast sicheren Aufstieg des Erzrivalen unter dem Ex-Trainer potenziert werden könnte. Mir fällt akut kein anderes Beispiel ein, ob es sowas in der Art schon mal gegeben hat und bin daher gerne für jeden Hinweis dankbar. Die Häme die aus dem Linzer Raum kommen würden, sind so sicher wie das Amen im Gebet. Ich verbringe fast den gesamten Juni in den USA und bin (aus Selbstschutz) derzeit ziemlich froh darüber, dass ich (zumindest anfänglich) spürbar weniger von den Nachwehen dieser potentiell verheerenden Situation mitbekommen würde.

Und sollte (dies ist mein liebster Konjunktiv in diesem Text) es trotz aller derzeitigen Anzeichen dafür am Ende (wie auch immer) doch nicht zum Abstieg kommen, dann sollte diese Saison einen großen Denkzettel für alle Beteiligten aus der Vereinsführung darstellen. Eben weil die derzeitige Situation im Vergleich mit 2003 nicht aus dem Nichts gekommen ist, sondern das Produkt der letzten drei Jahre darstellt.

Aber: Natürlich würde ich mir Anfang Juli ein Abo für die zweite Liga kaufen und meinen Arbeitsfreitag in Graz spätestens um 15:00 beenden, damit ich rechtzeitig um 18:30 vor dem Parkplatz der Keine Sorgen Arena (der Name dann nicht mehr zutreffend) ankommen könnte. Egal ob es gegen Floridsdorf oder Kapfenberg, Hartberg oder Ritzing geht. Und auch auswärts trifft man endlich wieder auf andere Gegner. Auf die möglichen Spiele im Franz Fekete Stadion freue ich mich aus irgendeinem perfiden Grund sogar wieder. In guten Zeiten mag jeder zu seinem Verein halten. Aber nur in schlechten Zeiten kommt es wirklich darauf an. Ich werde (aus bekannten Gründen) zwar nie bei „You’ll never walk alone“ mitsingen, aber der Grundgedanke gilt natürlich.

 

And the Oscar goes to…

Heute Abend (Ortszeit) werden in Hollywood zum 89. Mal die Academy Awards vergeben. Aufgrund diverser morgiger Verpflichtungen kann ich zum ersten Mal seit 2005 nicht live dabei sein (insgesamt habe ich seit 1997 nur zwei Verleihungen verpasst).

9 goldene Oscartstatuetten aus einer schrägen Perspektive
Der begehrteste Filmpreis der Welt – (c) newyorker.com

Nichtsdestotrotz findet man in der nachfolgenden Tabelle meine persönlichen Favoriten sowie Siegertipps für die Hauptkategorien (Dokumentar- und Kurzfilme sowie Makeup, Kostümdesign und Szenenbild lasse ich aus). Mit Ausnahme von Hidden Figures und Lion habe ich heuer alle Filme gesehen, welche für den besten Film nominiert sind.

KATEGORIE PERSÖNLICHER FAVORIT SIEGERTIPP
Film Arrival oder La La Land La La Land
Regie Damien Chazelle (La La Land) Damien Chazelle (La La Land)
Schauspieler Casey Affleck (Manchester By The Sea) Denzel Washington (Fences)
Schauspielerin Emma Stone (La La Land) Isabelle Huppert (Elle)
Nebendarsteller Lucas Hedges (Manchester By The Sea) Mahershala Ali (Moonlight)
Nebendarstellerin Viola Davis (Fences) Viola Davis (Fences)
Originaldrehbuch Kenneth Lonergan (Manchester By The Sea) Damien Chazelle (La La Land)
Adaptiertes Drehbuch Barry Jenkins (Moonlight) Barry Jenkins (Moonlight)
Filmmusik La La Land La La Land
Song City of Stars (La La Land) City of Stars (La La Land)
Kamera Arrival La La Land
Schnitt Arrival La La Land
Ton Arrival La La Land
Tonschnitt Arrival Hacksaw Ridge
Visuelle Effekte The Jungle Book The Jungle Book
Animationsfilm Zootopia Kubo And The Two Strings
Auslandsfilm The Salesman (Iran) The Salesman (Iran)

Franz Schiemer: Konsequenz hat einen Namen

März 1986. Frühlingsbeginn. Binnen weniger Tage werden Manuel Neuer, Sergio Ramos, Mirna Jukic und Lady Gaga geboren. So unterschiedlich diese Persönlichkeiten und Karrieren auch sind, so sehr werden ihre Lebensläufe von gemeinsamen Eigenschaften maßgeblich geprägt: Konsequenz und unbedingter Wille. Und wie es der Zufall so will, kommt am 21. März in Haag am Hausruck auch Franz Schiemer auf die Welt, der heute als neuer Sportmanager der SV Ried vorgestellt wurde und damit der Nachfolger von Langzeitmanager Stefan Reiter ist.

franz-schiemer
Die Symbolik dieses Fotos kann man wie folgt deuten: a) Die Zeit des Franz Schiemer hat geschlagen. b) Licht am Ende des Tunnels. – (c) GEPA

Der Beginn einer erfolgreichen Karriere

Im Sommer 1996 wechselt er aus seinem Heimatort Taufkirchen an der Trattnach in den Rieder Nachwuchs, damals im ersten Jahr nach dem Bundesligaaufstieg noch ein weitestgehend unstrukturiertes Konstrukt. Als er im Sommer 2002 mit nur 16 Jahren bereits in die U19 des BNZ Ried aufrückt, wird er vielerorts bereits als das „beste Rieder Nachwuchstalent aller Zeiten“ bezeichnet. Bei einem Lokalgespräch mit einem Freund, der zum damaligen Zeitpunkt seine Fußballschuhe bei den Ried Amateuren zerriss und auf dessen Meinung ich daher vertraute, stelle ich ihm die Frage, „ob dieser Schiemer denn wirklich so gut sei, wie alle sagen“. Ohne viel Überlegung fiel seine Antwort in etwa folgendermaßen aus: „Schiemer ist der beste Spieler, den wir je im Nachwuchs hatten. Er wird der erste Spieler aus Ried sein, der im Nationalteam spielen wird“.

Am 5. August 2003 gibt er im Alter von 17 Jahren sein Debüt in der Red Zac Erste Liga. Bei einer 0-2 Niederlage bei der Austria aus Lustenau wechselt ihn Petar Segrt 29 Minuten vor Spielende für Johannes Lamprecht ein. Am 12. September erzielt er sein erstes Profitor bei einer 2-3 Heimniederlage gegen den Kapfenberger SV. An sein Kopftor zum frühen 1-0 (damals noch im alten Stadion) kann ich mich erstaunlicherweise noch genau erinnern. Er festigt seinen Stammplatz im Frühjahr unter Andrzej Lesiak, in der Nachfolgesaison kommt er unter Heinz Hochhauser standardmäßig als rechter Verteidiger zum Einsatz.

Von Favoriten nach Salzburg

Unmittelbar nach dem Aufstieg in die Bundesliga wechselt er nach Favoriten – zu groß sein Talent für einen Bundesligaaufsteiger, zu nachhaltig die Argumente von Frank Stronach (der mit seinem Investment im Innviertler Tigerteam in weiterer Folge nicht nur die Dienste von Schiemer, sondern auch von Andreas Lasnik und Emin Sulimani sichern konnte). Am 13. Oktober 2007 debütiert er unter Josef Hickersberger bei einem 1-3 gegen die Schweiz im ÖFB-Team, er kommt nach 40 Minuten für den verletzten Sebastian Prödl aufs Feld. Und macht damit im Alter von 21 Jahren die Prophezeiung wahr, dass er der erste Rieder Nationalspieler werden würde.

Nach vier Jahren (und einem Double) bei der Austria wechselt er im Sommer 2009 zu Red Bull Salzburg, wo er vier weitere Meistertitel und Cupsiege einfahren kann. Seinen Weg von Ried über Favoriten nach Salzburg geht er konsequent. Jeder Vereinswechsel hat eine klare sportliche Verbesserung zur Folge und über kurz oder lang etabliert er sich in jeder Mannschaft. Im Nationalteam absolviert er 25 Spiele und hält sich dabei unter Marcel Koller oft als einziger Nicht-Legionär in der Stammformation.

Ein atypischer Charakter

Seine kompromisslose und sehr oft schmerzvolle (Kopfball-)Zweikampfbereitschaft verhilft ihm zum Spitznamen „Turban-Fränky“ und hat unzählige Verletzungen zur Folge. Dennoch gibt es in seinem Spiel nach jedem Comeback sofort wieder nur hundertprozentigen Einsatz, was ihn bei Fans zum Publikumsliebling macht.

Im Alter von nur 28 Jahren beendet er im Dezember 2014 für viele dennoch überraschend seine aktive Karriere. Mit seiner Aussage in einem Interview, dass sein schönster Meistertitel nicht etwa einer seiner fünf Bundesligatitel, sondern jener Zweitligatitel mit der SV Ried sei, trifft er vielen Riedfans mitten ins (Fußball-)Herz.

So unkonventionell wie diese Aussage ist auch seine akademische Laufbahn. Anders als ein Großteil der Spieler der österreichischen Bundesliga hat Franz Schiemer eine AHS-Matura am BG/BRG Ried im Innkreis vorzuweisen. Dort lernt er auch seine heutige Ehefrau kennen. Durch eine gemeinsame Freundin wurde mir oftmals versichert, dass Schiemer zu keinem Zeitpunkt seiner erfolgreichen Karriere in der großen Welt von Red Bull seine Wurzeln vergessen hat. Schon während seiner aktiven Karriere beginnt er mit einem berufsbegleitenden Studium für Sport- und Projektmanagement auf der KMU Akademie, welches er mit einem Mastertitel abschließt.

Während Schiemers aktiver Karriere gibt es zu keinem Zeitpunkt negativen Schlagzeilen. Bis auf einen (eher selten gewarteten) Facebook-Auftritt hält er sein Privatleben weitestgehend privat. Instagram-Storys würden auch nicht zum Image des Vaters eines 3-jährigen Sohns passen. Das Leben nach der aktiven Karriere beginnt er nach einer Auszeit im Jahre 2016 als Co-Trainer bei Liefering, wo er tagtäglich mit hochtalentierten Nachwuchsakteuren arbeiten und die Prozessabläufe einer Profimannschaft näher kennen lernen kann. Bereits am Tag der Trennung von Stefan Reiter geistert der Name Schiemer durch die Rieder Fußball-Insiderkreise. Nur einen Tag später wird er vom Präsidium bestätigt und mit einem 3-Jahresvertrag ausgestattet.

Unerfahrenheit und andere Bedenken

Stefan Reiter hat die SV Ried in den 90er-Jahren im Alter von 32 Jahren übernommen. Dennoch ist dieser alterstechnische Vergleich nur teilweise zulässig. Reiter konnte nämlich zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine langjährige Karriere als Vereinsfunktionär bei der TSV Utzenaich zurückgreifen und wusste daher schon gut, welche mannigfaltigen Aufgabenbewältigung diese Position erfordert.

Und hier setzt auch der Hauptkritikpunkt der meisten Fans an: Schiemer wisse nicht, worauf er sich einlasse. Die Kampfmannschaft, die Amateure, der Nachwuchs, die Sponsoren, die Medien, das Präsidium, die Journalisten. Ja-Sager auf der einen Seite, Einflüsterer auf der anderen Seite. Er hat überhaupt keine Zeit zur Eingewöhnung, er wird ins februarkalte Wasser geworfen und muss sofort wissen, auf wen er wirklich vertrauen kann.

Schiemer wurde nahezu während seiner gesamten aktiven Karriere von Stars & Friends betreut, welche ihm in Person von Jürgen Werner auch (beim Wechsel zu Salzburg) den besten Vertrag seiner Karriere bescheren konnten. Dieser Jürgen Werner ist gleichzeitig auch einflussreicher LASK-Präsident. Es gibt mancherorts Befürchtungen, dass Werner mit der Bestellung von Schiemer zum Sportdirektor in Ried nun beträchtlich hohen Einfluss bei beiden oberösterreichischen Topclubs erlangen könnte.

Eine andere Befürchtung ist die Fortsetzung einer unrühmlichen Legendenzerstörung im Verein. Nach der Trainerposse rund um Michael Angerschmid und dem unrühmlichen Abgang von Oliver G. zum Erzrivalen nach Linz könnte Schiemer bei einem Totalflop der nächste Rieder sein, der mit seiner Funktionärskarriere einen Schatten über seine Spielerkarriere legen könnte.

Bereits unmittelbar nach seiner Bestellung hat Schiemer auch eine verbale Breitseite vom Fußballjournalisten der oberösterreichischen Krone kassiert (der seinen Zugang zur Mannschaft aufgrund seiner vielen Freiheiten unter dem Vorgänger wohl stark gefährdet sieht – zum großen Gefallen der Fans). Hier muss er mit Sicherheit mit weiteren untergriffigen Kommentaren umgehen lernen und der völlig jenseitige Vergleich mit Melania Trump war wohl erst der Anfang. Je besser es jedoch im Frühjahr bei der SV Ried laufen sollte, desto substanzloser würden diese ausfallen.

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„Sieht attraktiv aus, kann aber nix.“ – nur 50% davon treffen auf den Autor dieses Kommentars zu. (c) Printausgabe Krone

Ein kalkuliertes Risiko

Bedenken hin oder her. Die Bestellung eines gänzlich unerfahrenen Mannes auf dieser Position bezeichne ich als kalkuliertes Risiko. Schiemer hat sich meinen Informationen zufolge bereits in jungen Jahren ein eigenes Netzwerk aufgebaut. Dieses ist zwar mit großer Wahrscheinlich nicht annähernd so groß wie jenes von Reiter, aber mit etwas Glück kann man das Paretoprinzip auch hier anwenden. Und eine unbeeinflusste Herangehensweise an den Job (welche bei einer dreimonatigen Einschulung durch Stefan Reiter nicht garantiert gewesen wäre) kann manchmal viel frischen Wind in ein Aufgabengebiet bringen (Anm.: hier spreche ich auch aus eigener wenn auch nicht vergleichbarer Berufserfahrung).

Seine Person genießt in sämtlichen Teilen des Vereins (und auch bei den Fans) großen Kredit. In der aktuellen Lage wäre die Bestellung eines innviertelfremden Mannes (wie beispielsweise Peter Schöttel) kritisch aufgenommen wurden – egal ob dieser grundsätzlich kompetent gewesen wäre oder nicht. Diesbezüglich gelten im Innviertel einfach andere Gesetze. Die Vorgehensweise kann mit der Bestellung von Paul Gludovatz nach der Ära Kolvidsson verglichen werden, als nur ein Mann mit absolutem Vertrauen bei den Fans auch bei initialen Misserfolgen hätte ruhig arbeiten können. Und selbst wenn es im Mai zum Abstieg kommen sollte, würde die Hauptschuld wohl Daxl, Wagner und Konsorten zugesprochen werden. Zudem Schiemer auch durch keine Transferperiode auf die Mannschaft hätte Einfluss ausüben können.

Lasst ihn arbeiten!

Die Aussicht auf brutalen Abstiegskampf mit einer maximal durchschnittlichen Rieder Bundesligamannschaft haben Franz Schiemer nicht daran gehindert, dieses Jobangebot abzulehnen. Er hätte genau so gerne seinen gemütlichen Job als Co-Trainer in Liefering behalten können, der quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Er weiß mit Sicherheit genau, welche Größe die Fußstapfen von Stefan Reiter haben.

Er weiß jedoch auch, dass die Fanclubs der SVR wie bereits erwähnt zu 100% hinter ihm stehen, wie das nachfolgende Statement von West Stand Ried im Innkreis besagt.

weststand-statement
Quelle = https://www.facebook.com/weststandried/posts/1840196869583549

Ich persönlich bin davon überzeugt, dass es alles andere als einfach wird. Aber aufgrund seiner Arbeitsmoral, seiner Persönlichkeit und seiner eingangs erwähnten Konsequenz bin ich davon überzeugt, dass er einen guten Job machen wird. Es wäre doch schön, wenn man in knapp 20 Jahren von den Managerlegenden Reiter und Schiemer sprechen könnte.

Danke, Mr. SVR

Seit kurzer Zeit ist es nun Gewissheit: SV Ried Manager Stefan Reiter wurde im Zuge einer Präsidiumssitzung am 6. Februar 2017 dienstfrei gestellt und wird per 31. Mai 2017 aus seinem Dienstverhältnis ausscheiden.

In den letzten Jahren geriet Reiter zunehmend in Kritik. An dieser Stelle seien der mitternächtliche Abgang von Oliver G. zum LASK oder die unglückliche Bestellung von Helgi Kolvidsson zum Chefcoach erwähnt. Aber auch vermehrte (sowie ungewohnte) Transferfehlgriffe zehrten stark an seiner Aura. Auch von meiner Seite gab es regelmäßig Kritik, wie etwa in meinen früheren Artikeln Quo Vadis SV Ried? oder im quasi-Manifest SV Ried: 7 Gründe für den sportlichen Rückfall seit 2011. Doch in meiner Stadionrunde gab es seit Jahren ein Sprichwort, welches trotz dieses stetig wachsenden Gegenwinds auch bis zuletzt noch allgegenwärtig war: „In Reiter we trust„.

In der knapp 25-jährigen Profigeschichte der SV Ried gibt es nämlich viele verdiente Personen aber nur eine Handvoll echter Legenden: auf dem Trainerposten sind dies „Jahrhunderttrainer“ Klaus Roitinger sowie „Sir“ Paul Gludovatz. Unter den Spielern freilich „Jahrhundertspieler“ Herwig Drechsel, der 98er-Cupheld Goran Stanisavljevic, der 05er-Aufstiegsheld Sanel Kuljic oder der langjährige Kapitän Thomas Gebauer.

Es gibt jedoch nur eine Person, welche all diese zuvor genannten Persönlichkeiten verbindet – und diese trägt den Namen Stefan Reiter. Mit seiner proaktiven Art, seinem oft zitierten Fußball-Netzwerk und seinem out-of-the-box Denken und Handeln hat er es im Laufe von drei verschiedenen Jahrzehnten (90er, 00er, 10er) geschafft, aus einem kleinen Dorfverein aus dem 12.000-Einwohnerstädtchen Ried im Innkreis einen langjährigen Bundesligisten zu formen, der heuer seine 20. Saison in der Bundesliga spielt, bundesweit anerkannt ist und die Blaupause für Vereine wie Altach oder Wolfsberg geliefert hat.

Stefan Reiter SVR Logo
Stefan Reiter und das Vereinswappen – im Herzen und im Geist untrennbar miteinander verbunden. (c) meinbezirk.at

Die Verpflichtung von vielversprechenden Nachwuchstalenten aus der zweiten Liga und Regionalliga, die Förderung von jungen Talenten aus dem eigenen Nachwuchs, die Initiierung der „spanischen Welle“ in Österreich, das systematische Investment in die Infrastruktur des Vereins (u.a. Stadion, Nachwuchszentrum, VIP-Club, Trainingszentrum) – dies alles hat man (mal weniger, aber meistens eher mehr) Stefan Reiter zu verdanken. Nebenbei sei auch seine langjährige Arbeit als Obmann bei der PRO SV Ried (welche der Förderung des Nachwuchses dient) erwähnt.

Als die SVR zuletzt im Mai 2003 den bitteren Gang in die zweite Spielklasse antreten musste, war Stefan Reiter nicht mit beteiligt. Stattdessen war er zeitgleich als erfolgreicher Manager in Pasching unterwegs. Erst seine Rückholung (verbunden mit der Verpflichtung von Heinz Hochhauser) ermöglichten den zweiten (und sogar erfolgreicheren) Teil der Bundesliga-Erfolgsgeschichte made im Innviertel.

Der Ausblick in eine ungewohnt ungewisse Zukunft gepaart mit dem Abstiegskampf in der Bundesliga nagt an den Gemütern vieler treuer SVR-Anhänger. Der Vorstand hat sich mit der Beurlaubung unmittelbar vor dem Frühjahresauftakt eine zentnerschwere Hypothek auferlegt. Denn sollte es zum nicht ganz unrealistischen Abstieg im Mai kommen, dann wird man sich diesen an das eigene Revers heften lassen müssen. Auf Worte und Taten müssen nun rasch ein kluges Konzept und ein geeigneter Nachfolger folgen.

Ein persönlicher Seitenhieb sei an dieser Stelle noch angebracht: wenn behauptet wird, dass die Trennung „freundschaftlich“ erfolgt ist, dann ist dies für ein Gros der SVR-Familie nur schwer glaubwürdig. Denn immer wieder wurden im Laufe der letzten Monate und Jahre durch SVR-Insider von schweren Spannungen zwischen Präsidiumsmitglied Roland Daxl und Stefan Reiter berichtet.

Das am Samstag in Oberösterreich Heute ausgestrahlte Interview mit ersterem lässt vor allem eines vermissen: Klasse. Denn ich will an dieser Stelle stark bezweifeln, dass ein privates Detail wie ein Kuraufenthalt im Sommer etwas darstellt, was man in einer landesweiten Nachrichtensendung zur Primetime ausposaunen sollte. Auch die öffentlichen Aussagen, dass Reiter „die Vitalität und Kraft fehle“ und „Ablöseerscheinungen erkennbar seien“, sind unangebracht und sogar stillos für den Verantwortlichen eines Vereins, der sich selber immer wieder als „familiär“ und „bodenständig“ bezeichnet.

Was man seit Freitag u.a. auf Facebook, im Austrian Soccer Board oder in diversen WhatsApp-Gruppen mitbekommt, sind die Fronten unter den treuen SVR-Fans der Westtribüne klar abgesteckt. Roland Daxl wird aufgrund seiner Kommentare und seiner aktiven Handschrift im Ablöseprozess von Reiter im Frühjahr genauer denn je beobachtet werden. Denn selbst wenn er noch 20 Jahre im Verein aktiv ist, wird es für ihn äußerst schwierig werden, an die Erfolge von Stefan Reiter bei der SVR auch nur ansatzweise anzuknüpfen.

Eigentlich hätte sich Stefan Reiter zu seinem Abschied nicht 789 sondern 1912 Wörter von meiner Seite verdient. Denn eine in Österreich nahezu unvergleichliche Ära ist zu Ende. Mit meinen 33 Jahren weiß ich, woher wir als Verein gekommen sind und wo wir jetzt stehen – und niemand in der Vereinshistorie hat einen größeren Anteil daran. Wenn man an die SVR denkt, denkt man an Stefan Reiter. Wenn man an Stefan Reiter denkt, denkt man an die SVR. Das Dankeschön, welches ich daher an dieser Stelle in seine Richtung schicken will, könnte nicht größer und herzlicher sein.

Mach’s gut, lieber Stefan. Danke für alles.

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Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. (c) nachrichten.at

 

Die wundersame Transferwelt von Red Bull

Es handelt sich um den Coup des Jahres. Assange und Snowden werden neidvoll nach Österreich blicken. Mir wurden nämlich von einem Strohmann die Telefonprotokolle der Transfers von Mergim Berisha (von Liefering zu Salzburg) und Dayot Upamecano (von Salzburg zu Leipzig) zugespielt. Wie sich diese konzerninternen Transfers also wirklich abgespielt haben, kann man in den nachfolgenden Zeilen lesen.


28. Dezember 2016 (CF – Christoph Freund, Sportdirektor von RB Salzburg; TL – Thomas Letsch, Trainer vom FC Liefering)

CF: „Hallo Thomas. Christoph hier. Mergim Berisha wird im Frühjahr in Salzburg spielen.“
TL: „Aber das tut er doch sowieso schon?“
CF: „Nein, ich meine bei RB Salzburg. Und zwar fix.“
TL: „Schade, aber er hat sich in der Ersten Liga sowieso schon gelangweilt.“
CF: „Eben. Wir werden ihn auch als Neuzugang präsentieren, weil die Fans aufgrund fehlender Neuverpflichtungen schon etwas nervös sind.“
TL: „Wie meinst du? Weiß doch sowieso jeder, dass Liefering die Zweitmannschaft von Salzburg ist, wir gegenüber Rapid und Austria dadurch einen Wettbewerbsvorteil haben und die Spieler beliebig hin- und hergeschoben werden können.“
CF: „Das sowieso. Aber wir müssen auch an die Marketingkomponente denken: wenn wir Mergim als Neuzugang präsentieren, erzeugt das Klicks auf der Website und den Social Media Accounts.“
TL: „Verstehe. Sonst noch was? Oder soll ich Mergim einfach direkt zu euch rüberschicken.“
CF: „Bevor du das machst, drücken wir ihm noch ein Trikot von Red Bull Salzburg in die Hand, zwecks Foto.“
TL: „Aber die beiden Trikots unterscheidet doch nur das Wappen von RB Salzburg, ansonsten sind die komplett gleich?“
CF: „Das weiß doch keiner. Die Spiele von Liefering finden weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und die 51 Menschen die regelmäßig bei sky zusehen, haben das sowieso schon lange durchschaut.“
TL: „Da hast du recht. Dann schicke ich Mergim gleich zum Fototermin.“

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13. Jänner 2017 (RR – Ralf Rangnick, Sportdirektor von RB Leipzig; CF – Christoph Freund, Sportdirektor RB Salzburg)

RR: „Hallo Christoph? Hier ist der Ralf. Dayot Upamecano wird im Frühjahr bei Red Bull Leipzig spielen.“
CF: „Ralf, du meinst RasenBallsport Leipzig. Schade. Oscar hat mir erst letztens gesagt, dass er im Titelkampf der österreichischen Bundesliga auf die Dienste von Dayot baut.“
RR: „Der war gut. Wir wissen beide, wir irrelevant die österreichische Liga für die langfristigen Konzernziele sind.“
CF: „Da hast du natürlich recht. Aber wie sollen wir’s unseren Fans sagen? Die sind nach den … ähm … Transfers von Naby Keita, Peter Gulasci, Bernardo, Omer Damari, Benno Schmitz, Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker, Massimo Bruno, Nils Quaschner, Terrence Boyd, Stefan Hierländer und Georg Teigl schon etwas missmutig. Der Abgang eines weiteren Schlüsselspielers zum Schwesterverein wird ihnen nicht wirklich schmecken.“
RR: „Als ob mich das etwas interessieren würde. Wir sagen einfach, Salzburg bekommt 10 oder 12 Millionen für den Transfer von Dayot. Das ist eine schöne zweistellige Millionensumme und klingt nach einem Riesending für Salzburg.“
CF: „Aber das Geld bleibt doch sowieso innerhalb des RB Konzerns?“
RR: „Stimmt. Aber du hast sicher von den Berichten der internationalen Klatschpresse wie etwa Sun oder Marca etwas mitbekommen. Wir behaupten einfach, dass wir den FC Barcelona, Manchester United und wie sie alle heißen, einfach ausbieten konnten und sich Dayot für das beste Gesamtpaket entschieden aht. Und am Ende sag ich noch, dass wir nicht in der Sowjetunion leben, wo es Zwangsdelegationen gibt.“
CF: „Haha Ralf, du hast immer so gute Ideen.“
RR: „Aber eine Idee hab ich noch. Bei der Pressekonferenz zum äh .. Transfer von Dayot setze ich mich vor die Mikros der versammelten Presse und behaupte mit ganz ernster Miene, dass es der schwierigste Transfer meiner Laufbahn war. Ich muss halt nur aufpassen, dass ich keinen Lachanfall bekomme.“
CF: „Das kannst du nicht bringen. Das glaubt dir doch keiner.“
RR: „Das wirst du schon sehen. Sag Dayot einfach, er soll in den nächsten Flieger nach Leipzig/Halle einsteigen, den Rest mache ich.“
CF: „Ok, wir hören uns.“

rangnick
https://rblive.de/2017/01/13/dayot-upamecano-topclubs-fuer-rb-leipzig-glasgow-ralf-rangnick-ralph-hasenhuettl/

 


Wer nicht verstanden hat, dass es sich bei diesem Blogartikel um Satire handelt, der sollte besser sein Internet löschen. Denn in Wahrheit sind diese Transfers wohl noch unkomplizierter abgelaufen.

Twittern wie der President Elect

Er hat es schon wieder getan. Gemäß Schema F hat der zukünftige amerikanische Präsident nun Meryl Streep nach ihrer Rede bei den Golden Globes als „eine der meist überschätzten Schauspielerinnen in Hollywood“ bezeichnet.

Nachfolgend nun 20 weitere Vorschläge für die Zukunft:

  • Lionel Messi, one of the most over-rated soccer players in Europe
  • Stephen Hawking, one of the most over-rated physicists in the UK
  • Michelangelo, one of the most over-rated painters in Rome
  • Marie Curie, one of the most over-rated chemists in Poland
  • Usain Bolt, one of the most over-rated sprinters in Jamaica
  • William Shakespeare, one of the most over-rated writers in England
  • The Beatles, one of the most over-rated bands in history
  • Warren Buffett, one of the most over-rated entrepreneurs in the US
  • Christopher Columbus, one of the most over-rated explorers in history
  • Bob Dylan, one of the most over-rated songwriters in Great Britain
  • Adam Smith, one of the most over-rated economists in Scotland
  • Roger Federer, one of the most over-rated tennis players in the world
  • Breaking Bad, one of the most over-rated TV series of all time
  • Leonardo da Vinci, one of the most over-rated visionaries in Italy
  • Queen Elizabeth II, one of the most over-rated female monarchs in the world
  • Gisele Bündchen, one of the most over-rated supermodels in Brazil
  • Michael Schumacher, one of the most over-rated race drivers in Germany
  • Pope Francis, one of the most over-rated popes in history
  • John Williams, one of the most over-rated film composers in Hollywood
  • Thomas Edison, one of the most over-rated inventors in the US

You get it.

5 Fußball-Wünsche für das Jahr 2017

Eine sorgsamere Benutzung des Wortes „Derby“.

Es gibt ein Westderby, ein Südderby, ein Abstiegsderby, ein Trainerderby, ein Mittelfeldderby uvm. – im Grunde wird in Österreich beinahe jedes Spiel als Derby hochstilisiert. Je öfters man dies macht, desto mehr reduziert man die Bedeutung eines echten Derbys. Rapid gegen Austria. Rangers gegen Celtic. Man United gegen Liverpool. Das sind Derbys. Aber Altach gegen Salzburg ist mit Sicherheit kein „Westderby“. Und auch Southampton gegen Bournemouth ist kein Derby. Die Zuschauer und Leser würden es auch überleben, wenn öfters nur von „Duellen“ oder „Auseinandersetzungen“ gesprochen wird.

Sky Sport Austria in nativem HD.

Kommt schon Leute, wir schreiben ab morgen das Jahr 2017. Wenn sich schon jemand Mattersburg gegen Wolfsberg anschaut, dann will er zumindest keine hochskalierten Pixelhaufen herumstolpern sehen. Natives HD sollte für Pay TV keine Premiumoption sondern absolut verpflichtend sein – und da fordere ich noch keine Übertragungen in Full HD oder etwa 4K (wie sie in England und Deutschland bereits angeboten werden). Hier ist auch die Bundesliga gefordert, deren Interesse es sein müsste, ihr Produkt so gut wie möglich vermarktet und dargestellt zu sehen.

Eine WM mit 48 Teams?

Wieso nicht gleich mit 92 oder 184? Eine Champions League mit 64 Mannschaften? Was ist die nächste bahnbrechende Idee von Infantino und Co? Es gibt kaum einen Tag im Jahr an dem man nicht irgendwo ein Livespiel schauen kann (auch etwa am 24.12. oder 31.12.). Diese immer mehr auftretende Fußballübersättigung wird immer schlimmer. Zum 17. Mal Real Madrid gegen Barcelona in zwei Jahren – super. Zum 4. Mal die gleichen Teams im Halbfinale der Champions League – super. Leidtragende sind alle kleinen Teams und kleinen Ligen. Die Leute sollen wieder mehr in die Stadien gehen und ihre local teams unterstützen, ansonsten gibt es irgendwann nur mehr 20 Teams in Europa.

Keine Quantität auf Kosten der Qualität.

Quasi direkt an die Fußballübersättigung knüpft mein nächster Wunsch an. Wenn ein David Crouch auf DAZN gegen Liverpool aufläuft, ein Ben Benbennek im ORF interviewt wird oder Hans Krankl auf sky zum 187. Mal einen Rapidbezug aus dem Nichts herstellt, dann greife ich mir manchmal schon auf den Kopf. Vor allem weil es eigentlich immer wieder die gleichen Kandidaten betrifft. Nobody is perfect (mit Ausnahme von Oliver Polzer und Marcel Reif) und Fehler machen Menschen erst menschlich. Als zahlender Endkunde erwarte ich mir zumindest so etwas wie gewissenhafte Vorbereitung oder ein gesundes Maß an Selbstkritik. Das sollte eigentlich nicht zuviel verlangt sein.

Weniger raunzen über die Schiedsrichter.

Das gilt auch für meine Person. Sie sind nicht nur in Österreich teilweise schlecht oder sogar überfordert – als Beispiel aus anderen Ländern sei hier stellvertretend Hoffenheim gegen Frankfurt genannt. Auch Profischiedsrichter (wie in England) machen die Sache nicht viel besser. Das Spiel wird immer schneller und trickreicher, das Schiedsrichterwesen hingegen stagniert aber seit Jahren. Kleine Hilfsmittel wie etwa das Freistoßspray haben manche Kontroversen aus der Welt geschafft. Wer aber gegen technische Hilfsmittel (im Sinne von Videobeweis, Videoschiedsrichter oder Torlinientechnologie) ist, wird auch weiterhin mit krassen Fehlentscheidungen leben müssen. Und im Endeffekt sind diese Fehlentscheidungen auch noch immer das Stammtisch-Gesprächsthema #1, egal ob man es zugeben will oder nicht.

Werden meine Wünsche erfüllt werden? Vermutlich nur teilweise oder gar nicht. Nachdem mir hier auch keine Platitüde für ein krönendes Ende des Blogeintrags einfällt, wünsche ich euch allen einfach einen guten Rutsch und ein Wiederlesen im Jahr 2017.