Review: Stranger Things (spoilerfrei)


Sommer. Sommerloch. Serienpause. Nein, nicht ganz. Dank Netflix und Amazon Video wird man mittlerweile das ganze Jahr über mit neuem Material versorgt. Bis zum vergangenen Sonntag wusste ich nichts über die Existenz einer Serie mit dem Namen Stranger Things. Durch die Empfehlung eines vertrauenswürdigen Freundes hat sich dies jedoch geändert.

Die Handlung spielt im Jahre 1983 (meinem Geburtsjahr, yay) und schafft es wie kaum eine andere Serie, einen nostalgischen 80er-Vibe zu verbreiten (Kleidungs- sowie Frisurtrends, Walkie-Talkies, Dungeons & Dragons und Atari). Die geniale Mischung aus einem Score, der an Tron oder Halloween erinnert sowie einem Soundtrack, der durchaus als Best of the Early 80s bezeichnet werden kann, ist für mich ein absolutes Highlight. Die Gebrüder Duffer (verantwortlich für Story und Regie, zuvor u.a. als Autoren bei Wayward Pines angestellt) geben John Carpenter und Steven Spielberg als persönliche Einflüsse an, was bereits nach eineinhalb Folgen deutlich erkennbar ist. Genre-mäßig würde ich Stranger Things als eine Mischung aus Cold Case, Alien und E.T. bezeichnen. Also als Mystery-Horror-Drama.

Die Cast wird angeführt von der mittlerweile 44-jährigen Winona Ryder (in die ich in den 90ern absolut verliebt war – wie wohl 80% aller Burschen), David Harbour (den ich durch seine Rolle als Elliott Hirsch in The Newsroom kannte), dem mittlerweile in die Jahre gekommenen Matthew Modine (Pvt. Joker Davis aus Full Metal Jacket) als Bösewicht sowie einer Riege von unbekannten aber hochveranlagten Nachwuchsschauspielern.

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Winona Ryder, Weihnachtslichter und ein Alphabet an der Wand. (c) Netflix/IMDb

In nur acht Folgen schafft die Serie es, eine emotionale Nähe zu vielen Charakteren aufzubauen. Zur hysterischen alleinerziehenden Mutter, zum heruntergekommenen Polizeichef der seine Sorgen in Alkohol ersäuft, zur Highschool-Streberin die eigentlich Rebellin sein will, zum schüchternen Außenseiter der gerne mit seiner Pentax-Kamera durch die Gegend läuft.

Über die Logik mancher Handlungsstränge (remember: Mystery-Horror-Drama .. wenn ich genau darüber nachdenke auch noch mit Coming-of-Age-Elementen) darf man zwar nicht genauer nachdenken, dennoch spreche ich meine uneingeschränkte Empfehlung für diese Serie (aktuell 9.3 bei IMDb mit 19.233 Stimmen) aus. Wer also achtmal 55 Minuten opfern kann, wird dies ziemlich sicher nicht bereuen. Aufgrund der Tatsache, dass jede Folge mit einem Cliffhanger endet, wird man wohl auch nur wenige Tage dafür benötigen.

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Autor: themanwho83

Zwischen Graz und Ried

2 Kommentare zu „Review: Stranger Things (spoilerfrei)“

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