Die wundersame Transferwelt von Red Bull

Es handelt sich um den Coup des Jahres. Assange und Snowden werden neidvoll nach Österreich blicken. Mir wurden nämlich von einem Strohmann die Telefonprotokolle der Transfers von Mergim Berisha (von Liefering zu Salzburg) und Dayot Upamecano (von Salzburg zu Leipzig) zugespielt. Wie sich diese konzerninternen Transfers also wirklich abgespielt haben, kann man in den nachfolgenden Zeilen lesen.


28. Dezember 2016 (CF – Christoph Freund, Sportdirektor von RB Salzburg; TL – Thomas Letsch, Trainer vom FC Liefering)

CF: „Hallo Thomas. Christoph hier. Mergim Berisha wird im Frühjahr in Salzburg spielen.“
TL: „Aber das tut er doch sowieso schon?“
CF: „Nein, ich meine bei RB Salzburg. Und zwar fix.“
TL: „Schade, aber er hat sich in der Ersten Liga sowieso schon gelangweilt.“
CF: „Eben. Wir werden ihn auch als Neuzugang präsentieren, weil die Fans aufgrund fehlender Neuverpflichtungen schon etwas nervös sind.“
TL: „Wie meinst du? Weiß doch sowieso jeder, dass Liefering die Zweitmannschaft von Salzburg ist, wir gegenüber Rapid und Austria dadurch einen Wettbewerbsvorteil haben und die Spieler beliebig hin- und hergeschoben werden können.“
CF: „Das sowieso. Aber wir müssen auch an die Marketingkomponente denken: wenn wir Mergim als Neuzugang präsentieren, erzeugt das Klicks auf der Website und den Social Media Accounts.“
TL: „Verstehe. Sonst noch was? Oder soll ich Mergim einfach direkt zu euch rüberschicken.“
CF: „Bevor du das machst, drücken wir ihm noch ein Trikot von Red Bull Salzburg in die Hand, zwecks Foto.“
TL: „Aber die beiden Trikots unterscheidet doch nur das Wappen von RB Salzburg, ansonsten sind die komplett gleich?“
CF: „Das weiß doch keiner. Die Spiele von Liefering finden weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und die 51 Menschen die regelmäßig bei sky zusehen, haben das sowieso schon lange durchschaut.“
TL: „Da hast du recht. Dann schicke ich Mergim gleich zum Fototermin.“

berisha-salzburg


13. Jänner 2017 (RR – Ralf Rangnick, Sportdirektor von RB Leipzig; CF – Christoph Freund, Sportdirektor RB Salzburg)

RR: „Hallo Christoph? Hier ist der Ralf. Dayot Upamecano wird im Frühjahr bei Red Bull Leipzig spielen.“
CF: „Ralf, du meinst RasenBallsport Leipzig. Schade. Oscar hat mir erst letztens gesagt, dass er im Titelkampf der österreichischen Bundesliga auf die Dienste von Dayot baut.“
RR: „Der war gut. Wir wissen beide, wir irrelevant die österreichische Liga für die langfristigen Konzernziele sind.“
CF: „Da hast du natürlich recht. Aber wie sollen wir’s unseren Fans sagen? Die sind nach den … ähm … Transfers von Naby Keita, Peter Gulasci, Bernardo, Omer Damari, Benno Schmitz, Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker, Massimo Bruno, Nils Quaschner, Terrence Boyd, Stefan Hierländer und Georg Teigl schon etwas missmutig. Der Abgang eines weiteren Schlüsselspielers zum Schwesterverein wird ihnen nicht wirklich schmecken.“
RR: „Als ob mich das etwas interessieren würde. Wir sagen einfach, Salzburg bekommt 10 oder 12 Millionen für den Transfer von Dayot. Das ist eine schöne zweistellige Millionensumme und klingt nach einem Riesending für Salzburg.“
CF: „Aber das Geld bleibt doch sowieso innerhalb des RB Konzerns?“
RR: „Stimmt. Aber du hast sicher von den Berichten der internationalen Klatschpresse wie etwa Sun oder Marca etwas mitbekommen. Wir behaupten einfach, dass wir den FC Barcelona, Manchester United und wie sie alle heißen, einfach ausbieten konnten und sich Dayot für das beste Gesamtpaket entschieden aht. Und am Ende sag ich noch, dass wir nicht in der Sowjetunion leben, wo es Zwangsdelegationen gibt.“
CF: „Haha Ralf, du hast immer so gute Ideen.“
RR: „Aber eine Idee hab ich noch. Bei der Pressekonferenz zum äh .. Transfer von Dayot setze ich mich vor die Mikros der versammelten Presse und behaupte mit ganz ernster Miene, dass es der schwierigste Transfer meiner Laufbahn war. Ich muss halt nur aufpassen, dass ich keinen Lachanfall bekomme.“
CF: „Das kannst du nicht bringen. Das glaubt dir doch keiner.“
RR: „Das wirst du schon sehen. Sag Dayot einfach, er soll in den nächsten Flieger nach Leipzig/Halle einsteigen, den Rest mache ich.“
CF: „Ok, wir hören uns.“

rangnick
https://rblive.de/2017/01/13/dayot-upamecano-topclubs-fuer-rb-leipzig-glasgow-ralf-rangnick-ralph-hasenhuettl/

 


Wer nicht verstanden hat, dass es sich bei diesem Blogartikel um Satire handelt, der sollte besser sein Internet löschen. Denn in Wahrheit sind diese Transfers wohl noch unkomplizierter abgelaufen.

Twittern wie der President Elect

Er hat es schon wieder getan. Gemäß Schema F hat der zukünftige amerikanische Präsident nun Meryl Streep nach ihrer Rede bei den Golden Globes als „eine der meist überschätzten Schauspielerinnen in Hollywood“ bezeichnet.

Nachfolgend nun 20 weitere Vorschläge für die Zukunft:

  • Lionel Messi, one of the most over-rated soccer players in Europe
  • Stephen Hawking, one of the most over-rated physicists in the UK
  • Michelangelo, one of the most over-rated painters in Rome
  • Marie Curie, one of the most over-rated chemists in Poland
  • Usain Bolt, one of the most over-rated sprinters in Jamaica
  • William Shakespeare, one of the most over-rated writers in England
  • The Beatles, one of the most over-rated bands in history
  • Warren Buffett, one of the most over-rated entrepreneurs in the US
  • Christopher Columbus, one of the most over-rated explorers in history
  • Bob Dylan, one of the most over-rated songwriters in Great Britain
  • Adam Smith, one of the most over-rated economists in Scotland
  • Roger Federer, one of the most over-rated tennis players in the world
  • Breaking Bad, one of the most over-rated TV series of all time
  • Leonardo da Vinci, one of the most over-rated visionaries in Italy
  • Queen Elizabeth II, one of the most over-rated female monarchs in the world
  • Gisele Bündchen, one of the most over-rated supermodels in Brazil
  • Michael Schumacher, one of the most over-rated race drivers in Germany
  • Pope Francis, one of the most over-rated popes in history
  • John Williams, one of the most over-rated film composers in Hollywood
  • Thomas Edison, one of the most over-rated inventors in the US

You get it.